LASIK oder Linsentausch – welche Methode ist besser?
- 16. Aug. 2025
- 4 Min. Lesezeit

Viele Menschen träumen davon, morgens aufzuwachen und sofort klar sehen zu können – ganz ohne Brille oder Kontaktlinsen. Wenn Sie sich mit diesem Gedanken beschäftigen, stoßen Sie schnell auf zwei Verfahren: LASIK und Linsentausch. Die Frage, die sich fast jeder stellt, lautet: LASIK oder Linsentausch – welche Methode ist besser für mich?
Damit Sie eine gute Entscheidung treffen können, erklären wir die Unterschiede Schritt für Schritt – verständlich, ohne Fachchinesisch und aus Sicht der Patienten.
Der Unterschied zwischen LASIK und Linsentausch
Bei einer LASIK-Behandlung wird die Hornhaut mit einem Laser so geformt, dass Lichtstrahlen wieder optimal auf die Netzhaut fallen. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten, das Auge wird mit Tropfen betäubt, und schon nach einem Tag sehen viele Patienten deutlich besser.
Der Linsentausch (medizinisch: refraktiver Linsenaustausch) funktioniert anders. Hier wird die körpereigene Linse entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt. Dieses Verfahren ist vergleichbar mit einer Grauer-Star-Operation – nur, dass es elektiv durchgeführt wird, um Fehlsichtigkeiten dauerhaft zu korrigieren.
Kurz gesagt: LASIK verändert die Hornhaut, der Linsentausch ersetzt die Linse.
Für wen eignet sich LASIK?
LASIK ist seit vielen Jahren eine der bekanntesten Methoden, um Brillenfreiheit zu erreichen. Sie eignet sich vor allem für jüngere Patienten zwischen 20 und 45 Jahren, die eine moderate Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung haben.
Der große Vorteil: Die Heilung geht sehr schnell. Schon am Tag nach der OP können viele wieder ohne Brille sehen. Wer also Wert auf eine kurze Ausfallzeit legt und schnell wieder im Alltag durchstarten möchte, ist mit LASIK oft gut beraten.
Es gibt jedoch Grenzen. Bei sehr hoher Fehlsichtigkeit oder wenn die Hornhaut zu dünn ist, kommt LASIK nicht mehr infrage. Und auch mit zunehmendem Alter verliert die natürliche Linse an Flexibilität, sodass LASIK allein nicht mehr ausreicht.
Für wen eignet sich ein Linsentausch?
Der Linsentausch richtet sich vor allem an Patienten ab 45 Jahren. Grund ist die sogenannte Altersweitsichtigkeit, die früher oder später jeden betrifft. Wer merkt, dass Lesen ohne Brille immer schwieriger wird, für den ist LASIK meist keine dauerhafte Lösung mehr.
Hier bietet der Linsentausch eine Alternative: Die natürliche Linse wird durch eine Kunstlinse ersetzt, die individuell an Ihre Sehwerte angepasst wird. Der Vorteil: Sie werden nicht nur Ihre Brille los, sondern können auch keinen Grauen Star mehr bekommen, da die Linse bereits ausgetauscht ist.
Die Heilung dauert etwas länger als nach LASIK, aber das Ergebnis ist dauerhaft. Für Patienten, die sich eine endgültige Lösung wünschen, ist der Linsentausch oft die bessere Wahl.
LASIK oder Linsentausch – welche Methode ist besser?
Die entscheidende Frage lautet: Welche Methode passt zu meinem Alter, meinen Augenwerten und meinen Wünschen?
LASIK ist besser geeignet, wenn Sie jünger als 45 sind, eine normale Fehlsichtigkeit haben und Wert auf eine schnelle Erholung legen.
Der Linsentausch ist die richtige Wahl, wenn Sie älter als 45 sind, unter Altersweitsichtigkeit leiden oder sehr hohe Dioptrienwerte haben.
Es gibt also nicht die eine „beste“ Methode – sondern die passende Lösung für Ihre Situation.
Übernimmt die Krankenkasse LASIK oder Linsentausch?
Ein wichtiger Punkt sind die Kosten. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel weder LASIK noch den Linsentausch, da es sich um individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) handelt. Beide Verfahren gelten als Wahlleistungen, weil sie nicht zwingend medizinisch notwendig sind.
Ausnahmen gibt es nur selten, zum Beispiel bei extremen Sehfehlern oder besonderen medizinischen Gründen. Private Krankenversicherungen können je nach Tarif teilweise Kosten übernehmen.
Viele Kliniken bieten mittlerweile Ratenzahlung oder Finanzierungsmöglichkeiten an. So lassen sich die Kosten besser über mehrere Monate verteilen.
Kosten im Vergleich
LASIK: ab ca. 1.500–2.500 € pro Auge
Linsentausch: ab ca. 3.000–4.000 € pro Auge
Auch wenn die Preise auf den ersten Blick hoch erscheinen, sehen viele Patienten die Behandlung als Investition. Auf lange Sicht entfallen die Ausgaben für Brillen, Gläser, Kontaktlinsen und Pflegemittel.
Tut LASIK oder ein Linsentausch weh?
Viele Patienten haben Angst vor Schmerzen. Diese Sorge ist verständlich – aber unbegründet.
Beide Eingriffe werden mit Tropfen betäubt. Während der OP spüren Sie höchstens einen leichten Druck oder sehen Licht und Schatten. Schmerzen gibt es keine. Nach dem Eingriff können die Augen für ein bis zwei Tage gereizt, trocken oder lichtempfindlich sein – das vergeht meist schnell.
Sicherheit und Risiken
Sowohl LASIK als auch der Linsentausch sind sichere, bewährte Verfahren, die seit Jahrzehnten erfolgreich angewendet werden. Die Komplikationsraten sind sehr gering.
Bei LASIK können in seltenen Fällen trockene Augen oder Blendeffekte auftreten. Beim Linsentausch besteht die Möglichkeit eines sogenannten Nachstars oder einer erhöhten Blendempfindlichkeit. Entscheidend ist, dass der Eingriff von einem erfahrenen Augenarzt durchgeführt wird.
Fazit – Ihr Weg zur Brillenfreiheit
Die Frage „LASIK oder Linsentausch – welche Methode ist besser?“ lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Verfahren sind sicher und führen zu einem Leben ohne Brille.
LASIK ist die richtige Wahl für jüngere Patienten mit stabilen Augenwerten und dem Wunsch nach schneller Heilung.
Der Linsentausch ist die dauerhafte Lösung für Menschen ab 45 oder mit sehr hohen Dioptrienwerten.
👉 Der wichtigste Schritt ist ein persönliches Beratungsgespräch. Nur durch eine gründliche Untersuchung lässt sich feststellen, welches Verfahren am besten zu Ihnen passt.




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